Freie Weingärten Vanyola
Weinlese

Erntezeitpunkt

Traditionell lesen wir um Mitte September. Wir lesen mit Freunden die sich im Voraus Urlaub nehmen und planen müssen. Das macht aber nichts: Wir entscheiden dann am Reifezustand und der Qualität der Trauben, was wir in diesem Jahr aus den Trauben machen. Die Ernte soll ein Fest sein, keine Last!

Vorbereitung und Aufbau

Zur Vorbereitung der Lese bauen wir uns auf zwei Unterstellböcken einen Maischebottich auf. Auf diesen Bottich kommt dann noch der mit einem Motor betriebene Rebler. Rund ein Dutzend einfache Eimer werden benötigt. Es wird ein 200 Liter Fass aufgestellt und ein Schlauch in den Keller verlegt. Zum Reinigen werden der Wasserschlauch und der Hochdruckreiniger bereitgestellt.

Ablauf

Die Eimer werden mit der Kiste am 28er Steyr Traktor befördert. Ein Mann sammelt die Eimer ein und rebelt mit der Maschine, einer presst und alle anderen lesen. Die Maische wird mit der nötigen Menge Schwefel geschwefelt. Aus dem Maischebottich rinnt der Saft in Kübel und wird in ein 200 Liter Fass geschüttet. Vom 200 Liter Fass geht ein Schlauch in den Keller ins Edelstahlfass. Eine alte Spindelpresse nimmt die zerquetschten Trauben auf und der so gepresste Saft kommt auch in das 200 Liter Fass. Da wir den Presskuchen ohnedies einmaischen, verzichten wir auf eine langwierige Pressung bis der Presskuchen ganz trocken wäre.

Richtig lesen

Die Trauben werden mit der Leseschere von den Reben gezwickt. Nur was man auch essen würde kommt auch in die Eimer! Einzelne faulige oder schimmelige Beeren werden mit der Leseschere entfernt. Ist der Anteil der schlechten Trauben mühevoll groß, so wird die Traube einfach komplett heruntergeschnitten und fällt auf den Boden. Vorsicht mit den scharfen Scheren! Man schneidet sich ganz leicht, besonders in die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Autsch! Auf den Trauben sitzen manchmal Wespen: Aufpassen!

Im Keller

Der Zuckergehalt der Maische wird mit dem Refraktometer geprüft und bei Notwendigkeit (eigentlich immer) mit einer Zuckergabe verstärkt. Der Hefeansatz wird in die Maische eingebracht. Tags darauf wird umgezogen und etwas Hefenährsalz dazu gegeben. Das Fass soll möglichst bald dicht verschlossen sein.

Oops, Fehler!

  • Zu wenig Schwefel: Fremde Hefen gären.
  • In die Gärung geschwefelt: Böckser!
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